Anmerkung zu 41.Kap./1 * (Naturphilosophie versus Mariologie) — Magierin Natur und Magier Mensch, die alchemistische Analogie

Dieser Beitrag bezieht sich auf mein Magic of Nature Blog.

Mein Artikel

“Magierin Natur und Magier Mensch: Zu einer fundamentalen Analogiebildung der Alchemie”

erschien in: Acta Historica Leopoldina Nr. 56 (2010); S. 39-50.

Er stellt einen entscheidenden Knotenpunkt meiner ideengeschichtlichen Analyse des Magiebegriffs dar, der dann im Buch “Magie der Natur” in einen größere Rahmen eingeordnet wird. Der Artikel kann von Interessierten online über mein Blog Schott’s Published Writings Online abgerufen werden.

Der Artikel wurde inzwischen von PubMed.gov der US National Library of Medicine mit englischem Titel und Abstract registriert.

 

 

 

 

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Anmerkung zu 36. Kap./4 * (Kunst als „Äffin der Natur“) Natura als Nährmutter der Metalle

Die Anmerkung bezieht sich auf den Magic of Nature Blog:

http://heinzschott.wordpress.com/2013/06/23/36-kap-4-kunst-als-affin-der-natur/

Die Natur als Nährmutter der Welt, bei Robert Fludd gewissermaßen als “Natura lactans” bildnerisch angedeutet, erscheint in einer aquarellierten Federzeichnung der Handschrift “Il tesoro del mondo” (Der Schatz der Welt) von Antonio  Neri (1598/99) noch einfacher: Als über bzw. in den Wolken schwebende nackte Himmelskönigin (quasi eine himmlische Undine), von deren linker Brust (Herz!) Milchstrahlen ausgehen, mit denen sie die sieben klassischen Metalle in den unter ihr liegenden Bergen nährt. Auch hier ist die Hierarchie Gott – Natur – Erde (ohne dargestellten Menschen bzw. Affen) erkennbar. Über dem gekrönten Haupt der Natura ist ein Symbol der Heiligen Hochzeit (Sonne und Mond vereint) zu sehen, das auf die göttliche Instanz über ihr verweist. Dies ist sicher nur ein Aspekt neben anderen, die es noch zu entdecken gilt.

Katalog S. 87

Antonio Neri: Il tesoro del mondo, 1598/99, fol. 2r University of Glasgow Library, Special Collections Department In; “Kunst und Alchemie”, Düsseldorf 2014, S. 87

Anmerkung zu 38. Kap./3 * (Loblieder der Frauenverehrung) Die göttliche Alchemie als himmlische Frau

Eine interessante Illustration von Leonhard Thurneysser von 1570 zeigt die göttliche Alchemie, die nicht zu verwechseln ist mit der Alchemie als menschliche Kunst.

Thurneysser 1570

 

Näheres wurde als Anmerkung direkt in den Magic of Nature Blog eingefügt:

https://wordpress.com/post/51205953/1431

Anmerkung zu # Prolog/1 (Magie – Reiligon – Wissenschaft): Rote Korallen in den Händen der Natur

In einem alchemistischen Rezeptbuch um 1600, einer Handschrift, die in der Herzog August Bibliothek vorhanden ist (Sign. Cod. Guelf. 340 Helmst., Bl. 122 r) findet sich die wunderschöne Abbildung “Rotte Corallen”. Sie ist im Katalog “Goldenes Wissen. Die Alchemie – Substanz, Synthesen, Symbolik” (HAB Wolfenbüttel, 2014, S. 308 f.) wiedergegeben und erklärt. Im Zusammenhang des Rezeptbuchs wird eine Rezeptur zur Herstellung einer Tinktur mit roten Korallen angegeben, die spirituell-magische Kraft, von der Paracelsus ausging, spielt hier offenbar keine Rolle.

Die Frau hält nicht nur die Korallen, sie personifiziert auch selbst deren Heilkraft als Natura – so würde ich dieses Bild verstehen. Ein wichtiges Detail ist zu beachten: Ihr rechtes Bein ist mit dem Naturgestein eins, aus dem Korallen sprießen. Diese Frau entspringt direkt aus der Natur, sie ist quasi aus ihr herauspräpariert wie eine Statue aus einem Marmorblock. Sie hat nicht nur Korallen, sie ist Koralle. 

Das Bild ist über folgenden Link abrufbar:

https://drive.google.com/file/d/0ByekXtB9kRIyeGE4NzhrbkNNWkE/edit?usp=sharing