Anmerkung zu 35.Kap./2 * (Utopie der Rosenkreuzer) — Das göttliche Sonnengesicht von Johann Knopf

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Dieser Beitrag bezieht sich auf mein Magic of Nature Blog.

Er wurde fertig gestellt am 93. Geburtstag meiner Mutter Ruth Schott, die am 22. August 1922 in Haardt (bei Neustadt) geboren wurde und am 6. Juni 2015 in Kirchheimbolanden starb.

Bei einem Besuch der Sammlung Prinzhorn (Heidelberg) fiel mir diese Zeichnung auf. Sie ist für mich im Hinblick auf die frühneuzeitliche Kosmologie und Embelmatik interessant. Der menschliche Körper mit einem riesigen Sonnenkopf steht auf einer Erdkugel. Vom Titel des Bildes her erscheint Christus Irdisches und Himmlisches zu verbinden, sein Gesicht ist in der Sonnenkugel angedeutet. Die Tauben symbolisieren offenbar den Heiligen Geist. Die Strahlen um die große Kugel mit dem Gesicht entsprechen den Strahlen Gottes, die einen Abglanz der göttlichen Herrlichkeit darstellen. 

“Die Herrlichkeit meines Heilandes Christi Christus” von Johann Knopf, undatiert.

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Hier die Bildquelle.

Hier eine Auswahl weiterer Bildnisse von Johann Knopf.

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Anmerkung zu 28. Kap. 2 * (Göttliches Fluidum bei den Ägyptern) — Sonnenstrahlen ergreifen Menschen

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In der Sammlung Prinzhorn gibt es ein ananymes Aquarell mit dem Titel “Im Sonnenlicht” (Fall 311). Es entstand vor 1921.

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Es lässt (in freier Assoziation) an die Sonnenhände des ägyptischen Gottes Aton denken. Es wird nicht klar, ob diese Strahlen als bedrohlich oder als wohltuend empfunden werden.

Anmerkung zu 14. Kap./5 * (Tödliche Strahlen) — “Justizmord” von Jakob Mohr

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Eine weitere Zeichnung von Jakob Mohr zeigt ebenfalls das Motiv der tödlichen Strahlen. Betroffen ist der Patient in einer Zelle auf der rechten Bildseite. Betitelt ist das Werk mit “Justizmord”. Leider ist dieses Bildnis nicht im Internet verfügbar. Deshalb hier meine eigenen mangelhaften Fotografien. Es wäre an der Zeit, die Sammlung Prinzhorn öffentlich lizenzfrei im Internet zu publizieren! 

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Unten ein Ausschnitt der Bestrahlungsszene auf der rechten Bildseite.

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Hier ein rätselhaftes Bild aus der Sammlung Prinzhorn Heidelberg. Sein Titel verweist auf ein kosmisches Unheil. So liegt die Deutung nahe, dass der geisteskranke Künstler die nahende “Urkatastrophe” des Ersten Wetkriegs vorausahnte. 

Herzberg

Das Gemälde “Erduntergang” von Oskar Herzberg, 1912 entstanden, erregte die Aufmerksamkeit von Alfred Kubin. Ich kann hier aus Gründen des Copyright nur ein mangelhafte Fotografie zeigen. Aber dieser Link zeigt eine hervorragende Qualität.

Herzbergs Erklärung zu diesem Bild:

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Derzeit sehe ich mich nicht in der Lage, eine befriedigende Bildinterpretation zu liefern. Man mag an Immanuel Velikovskys “Welten im Zusmmenstoß” (1950) erinnert sein.

Anmerkung zu 38. Kap./3 * (Loblieder der Frauenverehrung) — “Das blaue Wunder der Natur”

Dieser Beitrag bezieht sich auf meinen Magic of Nature Blog Die Darstellung der Natur als Himmelsgöttin, die dem Bild der Maria als Himmelskönigin (Regina coeli) ähnelt und vielfach kaum von diesem zu unterschieden ist. Im folgenden drei Beispiele:

A. Aus der Sammlung Prinzhorn (Heidelberg): «Das blaue Wunder der Natur» (undatiert), das von Josef Forster (1878 – 1949 oder später ?) geschaffen wurde; Mischtechnik auf Zeitungspapier; 67 x 86 cm; Inv.Nr. 4408. Aus Gründen des Copyright ist der Link zur Bilddatei nicht öffentlich. Man sieht eine Frau in blauem Umhang mit einer Gloriole im Raum vor einem Betrachter im Bett schweben. Das traditionelle Bildmotiv der “Himmelskönig” ist unverkennbar. Diesem Bild eines “Geisteskranken” möchte ich zwei andere Abbildungen gegenüberstellen.

B. Aus einer Handschrift: Maria als Himmelskönigin im Strahlenkranz,Stundenbuch des Johann Werner von Zimmern, 15. Jh.(Österr. Nationalbibliothek, Sig.: Cod. S. n. 2598). Hier ist der Link zur Bilddatei.  Man sieht die Himmelskönigin im wunderschönen blauen Mantel. Das sprichwörtliche “blauer Wunder” ist hier nicht pejorativ gemeint, sondern bezieht sich bewundernd auf das Himmeslblau. 

C. Die Doppellevitation der Teresa von Avila und des Johannes vom Kreuz auf einem Gemälde (1690), das in Teresas ursprünglichem Kloster (heute im Museumsgebäude) zu sehen ist. Hier der Link zur Bilddatei.

Levitación de Santa Teresa y San Juan de la Cruz en la Encarnación de Ávila José García Hidalgo; Öl auf Leinwand, 1690; El Monasterio de la Encarnación (Avila)

Auch hier sind bei Teresa Züge der Himmelskönigin erkennbar. Allerdings ist die Bewegung nicht von oben nach unten, sondern – als Levitation – von unten nach oben, mit einer geichzeitigen horizontalen Ausstrahlung zu Johannes. Intensiver kann man eine Liebesbeziehung kaum darstellen als durch eine doppelte Levitation. Teresas erotische Einstellung im Hinblick auf die Himmlische Hochzeit wird in meinem Magic of Nature Blog darstellt, auch an dieser Stelle.