Anmerkung zu 32. Kap./2 * Fascinatio als Magie des Blutes und des Blicks — Ein Gedicht von Friedrich Rückert (1818)

Dieser Beitrag bezieht sich auf mein Magic of Nature Blog.

Als ich am 26.04.2016 das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt besuchte, entdeckte ich in der Ausstellung

Ritter und Nazarener

Friedrich Rückert und die Mittelalterfantasien

nicht nur das Bild von Franz Pforr (siehe voriger Beitrag), sondern auch ein Gedicht von Friedrich Rückert, das die Gefährlichkeit der Augen-Strahlen andeutet. Sie können nämlich, wie von Ficino dargelegt, eine Liebeskrankheit verursachen. Interessant an dem Gedicht ist die intuitive Abwehr des “Liebesobjekts” — durch Schließen der Augenlider.

Die Liebste ließ herab die Augenlider,

Sie fürchtete, daß meiner Blick’ ihr einer

Durch’s Auge ginge bis in’s Herz hinnieder.

Quelle: Friedrich Rückert: Gedichte von Rom und andere Texte der Jahre 1817-1818. Göttingen: Wallstein, 2000, S. 37. (Ritornelle; 34).

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