Anmerkung zu 36. Kap./4 * (Kunst als „Äffin der Natur“) Natura als Nährmutter der Metalle

Die Anmerkung bezieht sich auf den Magic of Nature Blog:

http://heinzschott.wordpress.com/2013/06/23/36-kap-4-kunst-als-affin-der-natur/

Die Natur als Nährmutter der Welt, bei Robert Fludd gewissermaßen als “Natura lactans” bildnerisch angedeutet, erscheint in einer aquarellierten Federzeichnung der Handschrift “Il tesoro del mondo” (Der Schatz der Welt) von Antonio  Neri (1598/99) noch einfacher: Als über bzw. in den Wolken schwebende nackte Himmelskönigin (quasi eine himmlische Undine), von deren linker Brust (Herz!) Milchstrahlen ausgehen, mit denen sie die sieben klassischen Metalle in den unter ihr liegenden Bergen nährt. Auch hier ist die Hierarchie Gott – Natur – Erde (ohne dargestellten Menschen bzw. Affen) erkennbar. Über dem gekrönten Haupt der Natura ist ein Symbol der Heiligen Hochzeit (Sonne und Mond vereint) zu sehen, das auf die göttliche Instanz über ihr verweist. Dies ist sicher nur ein Aspekt neben anderen, die es noch zu entdecken gilt.

Katalog S. 87

Antonio Neri: Il tesoro del mondo, 1598/99, fol. 2r University of Glasgow Library, Special Collections Department In; “Kunst und Alchemie”, Düsseldorf 2014, S. 87

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