Es werde Licht – Elektrizität im 19. Jahrhundert

Diese Abbildung wird aus Gründen des Layout nicht im gedruckten Buch enthalten sein. Deshalb gebe ich sie hier wieder:

Elektrische Beleuchtung 1877

Elektrische Beleuchtung 1877

Aus Julius Zöllner: Die Kräfte der Natur und ihre Benutzung. Eine physikalische Technologie. Siebente vermehrte und verbesserte Aufl. Leipzig; Berlin: Spamer, 1877 (= Das Buch der Erfindungen, Gewerbe und Industrien. Rundschau auf allen Gebieten der gewerblichen Arbeit; 2. Bd.), S. 359.

Die physiko-theologische Faszination zum Beispiel, die von der Erfindung der künstlichen Elektrizität im 18. Jahrhundert ausging, war auch ein Reflex auf dieses Fiat Lux, die als Licht- und Funkenspektakel in Szene gesetzt und zum Inbegriff der Aufklärung, des enlightenment, wurde. Im ausgehenden 19. Jahrhundert, dem nervösen Zeitalter, wurde es dann möglich, das nächtliche Dunkel mithilfe des elektrischen Stroms und der Glühbirne zuverlässig und flächendeckend zu vertreiben. Der Mensch konnte nun die „Kräfte der Natur“ zu seinem Nutzen bändigen und die Nacht wenigstens stellenweise zum Tag machen. Das Umlegen des Lichtschalters ermöglichte es jedermann, ein klein wenig im profanen Raum den lieben Gott zu spielen, allerdings ohne zusätzliche Zauberworte rezitieren zu müssen, die technisch überflüssig geworden waren.

Link zum Text im Magic of Nature Blog:

19. Kap./2 * Wortmagie als Kraftübertragung

http://heinzschott.wordpress.com/2013/06/10/19-kap-2-wortmagie-als-kraftubertragung/

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